Indiens Religion

Indien PicsIn Indien leben laut verschiedenen Quellen, die leicht differieren, etwa82 % Hindus, 11 % Mohammedaner, 2,5 % Christen,2 % Sikhs, 1 % Buddhisten, 0,5 % Jains, etwa 200.000 Parsen und 12.000 Juden. Aus dieser Aufstellung ergibt sich fast zwangsläufig die Frage: Wie leben diese verschiedenen Glaubensrichtungen miteinander?

Indiens ReligionRelativ friedlich - mit Ausnahme des Elends der Teilung in Indien und Pakistan und der damit verbundenen größten Flüchtlingsbewegung, die je auf der Erde stattfand (12 Mio. Menschen waren davon betroffen), bei der es zu großen Massakern vornehmlich zwischen Sikhs und Moslems kam und deren Folge heute noch im Punjab zu spüren sind.

Auch in den Grenzgebieten zu Bangladesh gibt es Auseinandersetzungen, wenn sich die dort lebenden Hindus durch eindringende islamische Flüchtlinge überrollt fühlen.

 

Relativ friedlich also, bezogen auf unsere Geschichte der Glaubenskriege (der Dreißigjährige Krieg z.B. kostete einem Drittel der Europäer das Leben!), der Kreuzzüge, dem Horror der Inquisition und der Judenverfolgung.

Indiens ReligionDer Hauptreligion, dem Hinduismus, ist jeder Missionsgedanke fremd. Lediglich einige orthodoxe Fanatiker befürchten, daß mehr Kastenlose oder Niedrigkastige zu den kastenlosen Religionen wie Buddhismus, Islam oder Christentum konvertieren könnten.

So gab es in den letzten Jahren in Südindien verstärkt Übertritte zum Islam, in Nordindien zum Buddhismus. Deshalb auch die Demonstrationen während des Papstbesuchs im Februar 1986, von dem radikale Hindus eine Signalwirkung befürchteten.

 

 

Die Musikgeschichte

Indien MusikIndien hat die älteste Musikkultur dieser Erde. Ihre Anfänge verlieren sich in der Vorgeschichte und gehen vermutlich zurück bis ins sechste Jahrtausend v.Chr.. Laut den altindischen mythologischen und historischen Werken, den sogenannten 'puranas', war es der Gott Shiva selbst, der den Menschen 6000 Jahre vor unserer Zeitrechnung Musik und Tanz lehrte. Etwa im 3. Jahrtausend v.Chr. ließen sich die vedischen Arier in Nordindien nieder.

Sie brachten eine Religion, Sprache, Kultur und Musik mit, die sich grundlegend von den dort entstandenen Formen unterschieden. Das Ergebnis der allmählichen Verschmelzung war bzw. ist die Hindu- oder brahmanische Kultur Nordindiens mit ihrer Vielzahl von Gottesdarstellungen und Symbolen. Indien Musik
Die Drawida-Kultur Südindiens, die sich bis heute weitgehend autonom entwickelte, trug nach und nach noch andere Elemente hinzu.

Indien MusikSo können wir heute in Indien zwei große Musiksysteme unterscheiden, das südliche und das nördliche, in denen wir zwei sehr vermischte Traditionen erkennen können: die alte autochthon-shivaistische und die arisch-vedische Tradition. Man spricht auch von der nordisch-klassischen und der südindisch-karnatischen Musik, die mehr Volkslied-Charakter hat.


 

Der indische Tanz

Indien TanzDie Inder führen den Geist und die Technik ihres Tanzes auf Gott Brahma zurück, der sie dem Weisen Bharata offenbarte. Bharata schrieb vor über 2000 Jahren das Natya Shastra, das grundlegende Werk für den indischen Tanz und die Dramen. Der klassische indische Tanz besteht aus drei grundlegenden Teilen:

Indien Tanz- Natya: die Verbindung von Tanz und Schauspiel
- Nritta: reiner Tanz, der reine Technik zeigt, Rhythmen, verschiedene Stellungen, Fußtechniken darstellt
- Nrtya: vermittelt eine Stimmung und erzählt eine Geschichte oder ein ganzes Drama. Augen und Augenbrauen, Hände und Finger, Hals und Füße - der gesamte Körper wird zum Mittel des Ausdrucks.

Drama, Tanz und Musik sind untrennbar miteinander verbunden. Nach dem Glauben der Inder ist der Tanz älter als die Erde, denn Gott Shiva, der kosmische Tänzer, war von Anbeginn, und er steht für die Energie, die alles erschafft, verwandelt und belebt.

Indien TanzDie Statue des tanzenden Shivas, auch Nataraja genannt, könnt ihr überall in Indien sehen. Der Tanz ist somit eine heilige Handlung und beginnt auch immer mit einer Anrufung Shivas. Deshalb wurden diese Tänze auch jahrhundertelang nur in Tempeln zum Entzücken der Götter getanzt.

Quelle dieser Informationen
www.destination-asien.de

 

 

Seite1Seite2Seite3