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Bollywood ist Anziehungskraft und aufstrebende Filmmacht zugleich, verständlich das sich diesbezüglich viel in der Welt tut und die Fangemeinde von Tag zu Tag vorallem im Westen stätig wächst. Damit Ihr Euch auch ein Bild von der offiziellen Presse in Deutschland zu Bollywood machen könnt, habe ich diese Rubrik eröffnet. Wenn ich Rechte an neuen Artikeln bekomme, werde ich Diese natürlich hier auch veröffentlichen. Viel Spaß nun beim Lesen und staunen über den Status Bollywood in unserem deutschsprachigem Raum.

 

Bollywood im Westen (Quelle: www.nachrichten.at)

In Europa erblicken Bollywood-Filme aus Indien fast ausschließlich in Arthaus-Kinos das Licht der Leinwand. Trotzdem erleben sie einen Boom: Im TV und auf dem DVD-Markt. In Linz ist ab heute Bollywood-Superstar Shahrukh Khan zu sehen (siehe Kritik).

Er sei zu blond, zu klein und zu schnulzig, sagen in Österreich manche über den singenden Ex-Skirennläufer und Fernseh-Star Hansi Hinterseer. Er sei zu dunkel, zu klein und zu schnulzig, sagen in Indien manche über den singenden Schauspieler Shahrukh Khan, den Top-Kinostar der Bollywood-Filme. Was die österreichische Lokal-Zelebrität und der indische Superstar unbestritten gemeinsam haben, ist ihr spitzbübischer Naturburschen-Charme, der ihnen ein Stammpublikum sichert. Im Fall von Shahrukh Khan ist es eine Millionen-Gemeinde - nicht nur in Indien.

Bollywood, das Kunstwort setzt sich aus Bombay und Hollywood zusammen, steht längst für ein international beachtetes und wirtschaftlich bedeutsames Phänomen. Das indische Mainstream-Kino, Produkt der weltgrößten Filmindustrie, war außerhalb des Subkontinents lange nur in den indischen und pakistanischen Enklaven westlicher Großstädte zu sehen. Vor allem London und New York etablierten sich als Bollywood-Hochburgen.

Spätestens nach dem Erfolg von Mira Nairs "Monsoon Wedding", mit dem sie 2001 in Venedig den Goldenen Löwen holte, stieg die Popularität der überlangen, überladenen, meist sex- und gewaltfreien Kitschopern enorm. Das lag auch daran, dass Mira Nair nicht nur ein farbenfrohes Spektakel voll exotischer Reize bot, sondern auch eine ernste Botschaft in ihre Familien-Saga packte. Sie sprach darin das Tabu-Thema des sexuellen Missbrauchs von Kindern innerhalb des Familienverbandes an.

Perfekte Identifikationsfigur

Schon ein Jahr später gab es für das Kolonialzeit-Spektakel "Lagaan" von Ashutosh Gowariker eine Oscar-Nominierung und ebenfalls 2002 erregte das Musical "Devdas" von Sanjay Leela Bhansali in Cannes Aufsehen. Der Bollywood-Boom in Europa hatte begonnen. Zu den ganz Großen des indischen Filmgeschäfts gehört Shahrukh Khan, vor zwei Monaten 40 geworden. Das Erfolgsgeheimnis des Mannes mit dem Spitznamen "King Khan": Er ist unkompliziert, charmant und nicht ganz perfekt - also eine perfekte Identifikationsfigur. Außerdem ist er ein guter Tänzer und auch als Sänger überaus populär.

Sein Schauspiel-Debüt gab er in einer TV-Serie, seit 1992 ist er Kino-Star. Shahrukh ist Moslem, seine Frau Gauri Hindu, das Paar hat zwei Kinder. Unter diesem Aspekt war Shahrukh Khan das Thema des Films "Veer und Zaara" sicher ein spezielles Anliegen, geht es doch um eine Annäherung und Aussöhnung der seit 1947 geteilten und verfeindeten Staaten Indien und Pakistan.

Shahrukh Khan und Preity Zinta als tragisches indisch-pakistanisches Liebespaar "Veer und Zaara"

Liebe soll den Bruch kitten

"Veer und Zaara - Die Legende einer Liebe" Indien 2004, 192 Min.), Regie: Yash Chopra (City).

Mit Shahrukh Khan, dem Superstar des Bollywood-Kinos, und der erfolgreichen Newcomerin Preity Zinta in den Hauptrollen erzählt Regisseur Yash Chopra die große Saga einer (un)möglichen Liebe. Indischer Pilot verliebt sich in bereits verlobte Pakistanerin, landet nach einer Intrige des eifersüchtigen Bräutigams im Gefängnis, wo ihn eine junge Anwältin nach 20 Jahren Haft aufstöbert. In Rückblende erzählt er seine Geschichte. Der 73-Jährige indische Regisseur, selbst im jetzt pakistanischen Teil des Punjab geboren, spricht damit offen ein persönliches und nationales Trauma an. (ust)

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