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Dieses Thema enthält 2 Antworten, hat 3 Stimmen, und wurde zuletzt vor vor 10 Jahre, 6 Monaten von  Melbu aktualisiert.

3 Beiträge anzeigen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)
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    Film: Water

    Darsteller: Sarala, Manorama, Lisa Ray, John Abraham

    Regie: Deepa Mehta

    Spielzeit: 112 Min

    Jahr: 2005

    Beschreibung:

    Die Geschichte spielt 1938 im kolonialen Indien vor dem Hintergrund Mahatma Gandhis Aufstieg zur Macht. Die achtjährige Chuyia wird Witwe und muss in ein Heim, in dem hinduistische Witwen ihr Leben in Buße fristen müssen. Die lebhafte Ausstrahlung des kleinen Mädchens bringt das Leben der Bewohnerinnen gehörig durcheinander, besonders das der jungen Witwe Kalyani, die sich in einen

    Gandhi-Anhänger verliebt. Doch ein trauriges Geheimnis, das Kalyani umgibt, verändert das Leben der beiden Liebenden für immer, und auch das der kleinen Chuyia. Der neue Film von Deepa Mehta versteht es auf eindringliche Weise die alten Werte und Normen der indischen Gesellschaft, ihr Kastensystem, sowie das beginnende Umdenken in dieser, durch den Einfluss Ghandis, in bewegenden Bildern einzufangen.

    Bolly-Wood.de/.net Rezension

    Water, ein weiteres Meisterwerk der anerkannten, indischen Regisseurin Deepa Metha, welche seit längerem in Kanada lebt und arbeitet. Water gehört zu einer Reihe von weiteren Filmen von Deepa, nämlich Earth und Fire. Die Filmproduktion an sich nahm keinen Verlauf wie üblich, die Crew hatte mit erschwerten Problemen zu kämpfen. Water wurde eigentlich schon im Jahre 2000 gedreht, doch es kam zu Ausschreitungen während der Dreharbeiten in Indien.

    Die Bevölkerung dort war nicht willig, den Film in der Form und Geschichte drehen zu lassen, daher zerstörten sie das Set und es gab auch Morddrohung. Die indische Armee war gezwungen als Sicherheitspersonal zu dienen, um weitere Übergriffe zu verhindern. Deepa war aber die Gefahr zu groß um weiter zu drehen, daher wurde der Film für vier Jahre auf Eis gelegt, bis sie nicht mehr „sauer“ über die Geschehnisse war. Im Jahr 2005 nahm Sie wieder die Dreharbeiten auf, diesmal aber mit neuer Crew, vor allem neuem Cast und gedreht wurde nicht mehr in Indien, sondern Sri Lanka wurde als Ausweichdrehort ausgewählt.

    Water erzählt in einer klaren und packenden Geschichte, wie die Witwen in Indien behandelt werden, eingepackt natürlich in einer speziellen Geschichte für den Film. Die Regisseurin hatte keine Angst, trotz massiver Kritik und Drohungen, den Film nach ihren Vorstellungen zu drehen und das in einer ungeschminkten Fassung. Nicht allein deshalb ist Water ein besonderer Film mit Aufklärungspotential für die Welt.

    Es wurden keine Spezialeffekte für den Film verwendet, als Ausgleich haben die Bild-/Licht und Szenengestalter super Arbeit geleistet. Demzufolge entstanden wunderschöne, bildgewaltige Szenen, immer passend zur Geschichte und den vermittelten Emotionen. Die Musik ist vom Indienstar A.R. Rahman und dem Kanadier Mychael Danna. Die beiden haben einen echt schönen und mit indischem Touch ausgestattetem Soundtrack komponiert.

    Deepa hätte sich wohl für den Starcast keine besseren Darsteller wählen können. Alle leisten einen klasse Beitrag, auch die vielen Nebendarsteller, wie z.B. die vielen Witwen. John hat zwar keine dominierende und komplexe Rolle, aber er zeigt, genau so wie Lisa Ray (bekannt aus Hollywood Bollywood), eine überzeugende Darbietung. Überraschend gut schauspielert die kleine Sarala, sie hatte nicht einmal eine Ahnung vom Schauspielern, als Sie Deepa im Casting in Sri Lanka traf und sofort angagierte. Eine beachtliche Leistung und wieder ein Punkt für die besondere Klasse des Films.

    Water ist ein sehr schönes und filmerisches Meisterwerk, welches die Missstände/Traditionen in Indien klar ausspricht und packend, sowie realistisch und verständlich erzählt. Nicht allein deshalb wurde Water für den Oscar 2007 nominiert, verlor aber gegen die deutsche Produktion „Das Leben der Anderen“. Der Oscar wäre ihr sicher auch gegönnt gewesen, insgesamt also ein klasse Film für Jeden der sich für die Thematik und Indien interessiert.

    Trailer:

    Screenshots:

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    #19559

    Shalimar
    Mitglied

    Ich habe mir schon mal eine Dokumentation mit diesem Thema angesehen und war danach sehr tief betroffen.
    Nachdem ich jetzt diese Rezension gelesen habe, werde ich mir wohl als nächstes diesen Film kaufen.
    Da ich sowieso sehr gerne Problematikfilme schaue, wie Swades oder Black, denke ich mal das dieser Film mir auch sehr gut gefallen wird. Die Bilder sehen sehr gut aus.

    Danke Andreas für die Rezension

    #23643

    Melbu
    Mitglied

    Das Allerschlimmste, das ich mal bezüglich dieses Films gelesen hab, war : Das ist doch kein echter Bollywood …. das kommt dann immer von diesen Fans, die über den Tellerrand Shahrukh Khan nicht herausschauen und sich nicht mir dem indischen Film allgemein beschäftigen ! Mußte ich mal loswerden .

    Zu „Water“, Deepa Mehta hat die Gabe einen Film erstmal ein wenig Dokuhaft erscheinen zu lassen, um dann plötzlich den Zuschauer mit einer Macht an Gefühlen zu überrollen .

    So ist Water einer der wenigen Filme bei denen ich am Ende richtig laut weine, weil es mich auch als Mutter berührt. Ich mir das nicht vorstellen will, es mir aber einen Riesenkloß in den Hals setzt .

    Da ich nicht spoilern will, muß wohl jeder selber den Film schauen, um mich da zu verstehn.

    Der Cast ist durch die Bank großartig besetzt und da es sich nicht um eine Lovestory handelt, schafft es Deepa dort die Gefühle rauszuhalten. Einzig konzentriert auf das Mädchen und am Ende schlüsselt sich die Figur von John Abraham völlig auf.

    Wer die anderen Filme (Fire und Earth) gesehen hat, kennt den ruhigen Erzählstil und die Gabe, Geschichten ohne viele Worte zu erzählen von Deepa Mehta.

    Und wenn man sich darauf einläßt, erlebt man Kino der ganz großen Stunde ….

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Der Artikel Water – Deepa Mehta wurde zuletzt aktualisiert am 28. März 2007 von Redaktion

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