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Bolly-Log

Dieses Thema enthält 8 Antworten, hat 3 Stimmen, und wurde zuletzt vor vor 8 Jahre, 10 Monaten von  Devy aktualisiert.

9 Beiträge anzeigen - 1 bis 9 (von insgesamt 9)
  • Autor
    Beiträge
  • #26610

    Devy
    Mitglied

    Ich hab mir gedacht ich poste mal eine meiner Storys.
    Hoffentlich gefällt sie euch.
    Eigentlich ist sie schon so gut wie fertig, allerdings warte ich erst mal eure Meinung ab bevor ich weiterposte. Ich hoffe viel Feedback von euch zu bekommen. Egal ob positiv oder negativ. Hauptsache ehrlich.

    Da ich mir meine Geschichten immer bildlich vorstelle (geht einfacher zu schreiben) hat sie natürlich auch ihre eingenen Hauptdarsteller:

    Arjun – Shahrukh Kahn
    Paro – Rani Mukherje
    Naina – Preity Zinta
    Rahul – Hrithik Roshan
    Rohan – Saif Ali Kahn
    Herr und Frau Raichand – Amitabh und Jaya Bachchan

    So, und jetzt los!

    Wem das Herz gehört

    1. Teil
    Eine unangenehme Begegnung

    Das kleine Restaurant in dem drei Sterne Hotel war ziemlich überfüllt. Zu dieser Tageszeit besuchten die meisten Hausgäste das Restaurant zum frühstücken. In einem großen Raum mit vielen Fenstern und jeder Menge Pflanzen davor, gab es ein großes Frühstücksbuffet. Die Platten waren voll mit frischen Früchten, knusprigen Gebäck, verschiedensten Wurst- und Käsesorten, Marmelade, Honig, und vielen mehr. Natürlich gab es auch jede Menge Getränke, warm wie kalt.

    An einem der im Raum verteilten Tischen saß eine junge Frau alleine. Sie war mit einer hellblauen Seidenbluse und blue Jeans bekleidet. Ihr langes, schwarzes Haar fiel ihr locker über die Schultern und ihre grünen Augen kniff sie angestrengt zusammen. Paro bemühte sich auf eines der Gebäckstücke die kalte Butter zu verstreichen ohne das Gebäck kaputt zu machen. Da ihr Vorhaben nicht richtig funktionierte legte sie das Messer schmollend zur Seite und begnügte sich mit dem unfertigen Stück. Nach einigen Bissen griff sie nach der Tasse, die sie vor sich stehen hatte, welche mit heißem Kaffe gefühlt war, und führte sie zum Mund um einen Schluck zu nehmen.

    In diesen Moment wurde sie von hinten angerempelt und das heiße Getränk ergoss sich über ihre eindeutig sehr teure Bluse. Sie schrie erschrocken auf. Davon einmal abgesehen, dass ihre Bluse nur noch den Weg in den Mülleimer finden konnte, schmerzte die Hitze augenblicklich. Mit Tränen in den Augen und einen schmerzvollen Blick sah sie auf ,um den Übeltäter die Meinung zu sagen.

    Ein gut aussehender Mann, Mitte dreißig, mit schwarzen kurzen Haar und dunkelbraunen, glänzenden Augen blickte sie erst verlegen dann frech an. “Können sie nicht aufpassen? Sie haben mir den heißen Kaffee über die Bluse geschüttet!” fauchte die soeben wütend aufgesprungene Paro. Ihre Augen funkelten gefährlich wie die einer großen Raubkatze, die im Begriff war ihre Beute anzuspringen.

    Paros Gegenüber grinste breit. “Zum Einen möchte ich einmal bemerken dass sie sich den Kaffee selbst übergekippt haben, und zum Anderen schadet es nicht, den dieses Kleidungsstück gehört sowieso entsorgt! Sie können mir also dankbar sein.” Bei diesen frechen Bemerkungen lief Paro beinahe rot an vor Wut.

    Was erlaubte sich dieser Kerl? “Sie unverschämter Mistkerl!” Sie kochte vor Zorn. “Verschwinden sie hier mit ihren frechen Grinsen sonst vergesse ich mich!” Laut auflachen ging der junge Mann weiter seines Weges. “Idiot!” rief ihn Paro noch nach.
    Da darf doch wohl nicht wahr sein!
    Die Leute hier waren wirklich mehr als nur dreist. Also die Menschen zuhause würden so etwas nicht tun. Die Inder vom Land hatten wenigstens noch Anstand. Wogegen die aus der Stadt sich schon so unmöglich benahmen wie die Europäer.

    Kopfschüttelnd stand Paro auf. Der Appetit war ihr gründlich vergangen. Außerdem konnte sie mit der nassen, dreckigen Bluse schlecht hier sitzen bleiben. Und etwas kaltes Wasser auf ihrer verbrühten Brust konnte auch nicht schaden. Seufzend stand sie auf und verließ das Lokal um in ihr Zimmer zugehen. Dafür würde sie sich das Mittagsbuffet ordentlich schmecken lassen.

    Auf dem weißen mit blauen Blümchen verzierten Teller, das Paro in der linken Hand trug, lagen einige Kartoffeln, gemischtes Gemüse, und ein Stück gegrilltes Huhn überzogen mit einer hellen Soße. Mit ihrer rechten Hand trug sie eine geöffnete Flasche Limonade. Da ihr Frühstück so unsanft beendet wurde hatte sie riesigen Kohldampf.

    Das Lokal war zwar nicht so gefüllt wie am Morgen aber es waren mehr als genug Leute anwesend. Paro schlängelte sich durch die schmalen Wege zwischen den Tischen hindurch und versuchte ihr Essen heil durch zu balancieren. Plötzlich stolperte sie und fiel gegen einen an einem Tisch sitzenden Gast. Dieser schrie auf, als er sich durch ihre Schuld sein Getränk über sein elegant schwarzes Hemd und seinen teuren Anzug kippte.

    Wüst schimpfend und mit einer Serviette wild herum fuchtelnd stand er auf und blickte auf die schuldbewusst dreinblickende Übeltäterin.
    “Was fällt ihnen ein? Wissen sie was dieser Anzug gekostet hat?” Paro musterte den wütenden Mann vor sich. Als er sie mit seinen funkelnden Augen ansah musste sie plötzlich breit grinsen. Auch sein Gesicht veränderte sich als er Paro erblickte.

    “Sie sind das? Aber natürlich, war ja klar. Ist das die Rache für heute Morgen? Auf die Idee mir einfach die Rechnung für ihre Kleidung zugeben sind sie wohl nicht gekommen, was?” Der junge Mann war stink wütend. “Also denken sie nicht, dass zumindest eine Entschuldigung für diese Sauerei nötig wäre?” Jetzt grinste Paro noch mehr. “Wofür soll ich mich entschuldigen? Erstens haben sie sich selbst bekleckert und zweitens, dieser Anzug gehört sowieso in den Müll. Danken sie mir!” Mit diesen Worten drehte sich Paro um und ging weiter auf einen der freien Tischen zu. Verdutzt blickte ihr der Mann hinterher.

    Damit hatte er nicht gerechnet, obwohl ihm klar war, das er diese verachtende Art eindeutig verdient hatte. Heute Morgen war er auch nicht viel netter gewesen. Zähneknirschend stand er auf und ging.

    #26772

    Devy
    Mitglied

    Teil 2
    Erste Annäherung

    Am Abend fand in Paros Hotel eine kleine Dinnergala statt. Im Garten befand sich ein großer, weißer Pavillon in dem die Feier stattfinden sollte. Die Tatsache das es in Strömen regnete störte weder Paro noch einen der anderen Gäste, immerhin hatten sie ja ein Dach über den Kopf. Auch jetzt gab es ein reichhaltiges Buffet mit jeder Menge kalter Speisen. Paro stand bereits dort und suchte sich einige Leckereien aus. Sie wusste nicht dass sie die längste Zeit schon beobachtet wurde. Ihr gegenüber an einer Wand stand der Mann von heute Morgen und heute Mittag. Er studierte jeden einzelnen von ihren Schritten und Bewegungen.

    Warum wusste er selbst nicht so genau, nur, dass er irgendwie von ihr fasziniert war. Eigentlich hatte er heute Abend eine Verabredung mit einem alten Freund, weswegen er überhaupt in der Stadt war, doch er konnte den ganzen Tag nur an das hübsche Mädchen aus dem Restaurant denken und hatte gehofft sie heute Abend hier zu treffen.

    Die junge Frau stand gerade mit einem Teller in der Hand am Buffet. Sie trug einen wunderschönen, leuchtendroten Sari, der ihren Anblick richtig anmutig erscheinen ließ. Ihre Haare schimmerten förmlich im Licht der Lampen und wirkte, wie es so über ihre Schultern fiel, wie fließendes Wasser. Ein wunderschönes Bild. Er konnte nicht anders als sie anzustarren und zu lächeln.
    Als sich Paro in eine Ecke stellte um in Ruhe zu Essen faste er allen Mut zusammen und ging langsam auf sie zu.

    Paro, die mit dem Rücken zu ihm stand, schluckte gerade einen köstlichen Bissen hinunter, als sich jemand über ihre rechte Schulter beugte und ihr sanft “Verzeihen sie mir?” ins Ohr hauchte, sodass ihr regelrecht ein Schauer über den Rücken lief. Sie drehte sich um, erkannte den unhöflichen Mann von heute und war mehr als überrascht.

    Als er ihren fassungslosen Gesichtsausdruck sah lächelte er wieder und sagte: ”Ich habe mich unmöglich benommen. Bitte verzeihen sie mir!” Paro sah ihn immer noch mit großen Augen an und nickte leicht. Erleichtert streckte ihr Gegenüber seine Hand in ihre Richtung: “Hallo, mein Name ist Arjun.” Nachdem sich Paro nicht rührte legte er seinen Kopf leicht in die Seite und griff langsam nach ihrer Hand und schüttelte sie sanft. “Und dein Name ist?” “Paro! Meine Freunde nennen mich Paro!” Aus ihrer Erstarrung erwacht lächelte sie ihn ebenfalls an.

    Im Hintergrund begannen die Musiker, die in einer Ecke des Pavillons positioniert waren ein munteres, flottes Lied zu spielen. Arjun blickte Paro freundlich in die Augen und fragte: “Schenkst du mir diesen Tanz?” Als er sah, dass Paro zögerte zog er sie einfach sanft aber bestimmt auf die Tanzfläche.

    Nach anfängliche Befangenheit taute seine Tanzpartnerin auf und fegte voller Elan mit Arjun über das Parkett. Der Tanz bereitete beiden großen Spaß und augenblicklich brach das Eis zwischen ihnen. Danach setzten sich die beiden an einen Tisch und redeten über Gott und die Welt. Es war schon ziemlich lange her, dass Arjun sich so geborgen fühlte.

    Paro war so offen für alles und wenn sie anfing zu lachen konnte er nicht anders als mit ihr zu lachen. Ihre Art beeindruckte ihn sehr. Zurückhaltend und doch so direkt. Umso länger er sie betrachtete desto mehr zog sie ihn an. Er wusste nicht genau was mit ihm geschah, aber dass es gut war wusste er.

    Plötzlich sah Paro auf die Uhr. “Ohje, schon so spät! Ich habe Morgen schon sehr früh einen Termin. Es ist besser, wenn ich jetzt nach oben in mein Zimmer gehe und schlafe sonst komme ich morgen nicht aus den Federn!” Paro stand auf aber Arjun ergriff sie am Handgelenk. Nein, so wollte er sie nicht gehen lassen.

    Fragend starrte ihn Paro an. “Was hast du Morgen Mittag vor?” Paro kniff die Augen zusammen. “Eigentlich nichts.” Arjun lächelte. “Doch, jetzt schon. Treffen wir uns. Ich lass mir was Schönes einfallen.” Paro war zwar überrascht, aber angenehm. “Ja, sehr gerne.” “Um zwölf beim Empfang?” Nickend drehte sie sich wieder um und wollte gehen, doch Arjun sprang auf und packte sie erneut am Handgelenk.

    “Ein letzter Tanz. Um den heutigen Abend würdevoll abzuschließen.” Arjun flüsterte beinahe. Paros Augen weiterten sich als er sie zum Takt eines sehr gefühlvollen, langsamen Liedes auf die Tanzfläche und in seine Arme zog.

    Ihr Herz begann mit jeden ihrer Bewegungen mehr zu schlagen. Als er sich hinter sie stellte und ganz sanft an sich drückte schloss Paro ihre Augen und traute sich kaum zu atmen, als sie Arjuns Atem in ihren Nacken spürte.

    Was war denn plötzlich mit ihr los? Die Empfindungen waren ganz neu für sie. Sie fühlte sich so geborgen, so sicher. Auf der einen Seite wollte sie, dass dieser Augenblick niemals endete. Andererseits wollte sie davonlaufen, doch Arjun hielt sie so nah an sich gedrückt, das sie keine Wahl hatte als sich seinen Bewegungen hinzugeben. Arjun spürte, wie es in Paro zu brodeln begann. Auch er wurde richtig nervös.

    Als das Lied endete schauten sich die beiden eine zeitlang intensiv in die Augen. Dann drehte sich Paro um und mit einem flüchtigen “Gute Nacht!” ging sie schnellen Schrittes dem Ausgang entgegen.
    Arjun sah ihr mit einem warmen Lächeln nach. Was ist los? Kann es wirklich sein dass … Nein, nach so kurzer Zeit! Aber wenn nicht, was war das dann für ein Gefühl?

    #27062

    Vaddhu
    Mitglied

    Richtig schön und einfühlsam ist dein Schreibstil und es macht wirklich Spaß die Geschichte um Arjun und Paro zu verfolgen. Ich hoffe also, dass es bald weitergeht und mal sehen, ob alles so schön weitergeht oder es noch zu einer unerwartenden Wendung kommt…

    #27114

    Devy
    Mitglied

    Danke Vaddhu für dein Lob! Es ist immer schön so etwas zu hören.
    Ich hoffe die Story wird dir auch weiterhin gefallen!!!

    Teil 3
    Das Treffen

    Paro war völlig außer Atem. Seit einigen Minuten rannte sie durch die Strassen von Delhi.
    Ihr Taxi war in einen Stau geraten und da sie sowieso schon viel zu spät dran war bevorzugte sie es auszusteigen und den restlichen Weg zu rennen.

    Sie trug einen hellblauen Sari der ihr leicht über die Schultern viel. Der Rock reichte bis über ihre Knöchel und war deshalb ziemlich ungut zum laufen. Sie hatte sich heute Morgen extra fein gemacht für ihr Treffen mit Arjun.

    Hätte sie gewusst dass sie so rennen müsste, dann hätte sie eher eine Hose angezogen. Aber jammern half jetzt auch nichts. Es war schon beinahe eins. Um zwölf wollte sie sich mit Arjun treffen, doch ihr Termin verzögerte sich erheblich.
    Hoffentlich war er noch da. Allein der Gedanke er könnte nicht mehr auf sie warten versetzte ihr einen Stich in der Brust.

    Warum konnte sie sich nicht so richtig erklären. Ihre Mutter hatte ihr einmal erzählt wie sie sich gefühlt hatte, als ihr Vater sie um ihr Hand gebeten hatte. So in etwa dürfte sie sich jetzt auch fühlen.
    Verwirrt, vor sich hinlächelnd und nur an ihn denkend. Auch wenn es viel zu schnell gegangen war. Sie kannte Arjun gerade mal einen Tag und gestern um diese Zeit verachtete sie ihn noch. Und jetzt? Wie war das nur möglich?

    Mit einem kräftigen Ruck öffnete Paro die Eingangstüre zum Hotel und blickte sich suchend um. Sie atmete erleichtert auf, als sie Arjun am Empfang erblickte, der ihr frech entgegen grinste. Er richtete sich auf und ging einige Schritte auf Paro zu.
    Weit kam er nicht, denn Paro lief vor Freude, dass er tatsächlich auf sie gewartet hatte, auf ihn zu und schmiegte sich an ihn.

    Arjun war überrascht, bei dieser stürmischen Begrüßung, aber er würde lügen wenn er behaupten würde, das es ihm nicht gefiel. Als Paro langsam von ihm losließ strich ihr Arjun sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Die Art wie er sie anblickte ließ die junge Frau leicht erröten.
    Nach einem verlegenen Räuspern ging Arjun zurück zum Empfangsschalter und holte einen braunen Weidenkorb hervor. Auf ihm lag eine rot-blau gestreifte Decke.

    Mit einem Lächeln meinte er: “Also dann, lass uns gehen!” Wieder einmal sah ihn Paro verwirrt an. “Gehen? Aber wohin denn? Ich dachte wir wollten zu Mittag essen.” Der Angesprochene ignorierte ihre Einwende und ging nach draußen. “Arjun!” rief Paro laut während sie ihm nachrannte.
    Rennen, schon wieder rennen! Also langsam reichte es.

    Sonst lauf ich das ganze Jahr nicht soviel wie heute wegen diesem Kerl. Kopfschüttelnd blieb Paro draußen stehen und blickte sich erneut suchend um. Arjun stand in seinem hellbraunen Jackett, dem hellem Hemd sowie der schwarzen Hose an ein blitzblaues Kabrio gelehnt und winkte sie zu sich.

    Er öffnete ihr die Beifahrertür und wegen ihren fragenden Blick meinte er nur: “Was ist? Hast du noch nie ein Picknick gemacht?” “Picknick? Wir sind mitten in Delhi. Um hier einen geeigneten Picknickplatz zu finden müssen wir mindestens eine Stunde fahren!” erwiderte Paro beim einsteigen. Arjun schwang sich elegant über die geschlossene Fahrertür in den Wagen und startete das Auto.

    Bevor er losfuhr sah er noch einmal zu seiner Beifahrerin. “Wenn du pünktlich gewesen wärst, dann wären wir schon lange da und würden bereits essen!” Rot anlaufend von diesem kleinen Tadel setzte Paro die ihr gereichte Brille auf. “Na dann, fahr los! Besser spät als nie, oder?” Arjun lachte und trat aufs Gas.

    #27115
    Redaktion
    Redaktion
    Super-Administrator

    Hi, ich war mal so frei und habe die Leserlichkeit deiner Texte angepasst.
    Tipp: Alle drei-vier Zeilen eine Leerzeile setzen. 🙂

    #27131

    Vaddhu
    Mitglied

    Richtig süß sind Arjun und Paro… auch wenn das zwischen ihnen wirklich schnell geht, wie Paro selbst kommentiert:D Mal sehen, ob das so bleibt oder ob die Beiden auch noch schwere Zeiten durchmachen müssen.

    #27555

    Devy
    Mitglied

    Ich weiß zwar nicht, ob irgendjemand die Story hier liest, dennoch poste ich sie jetzt weiter.
    Der Vollständikeit halber!

    Teil 4
    Am Teich

    Nach nicht ganz einer Stunde Autofahrt mit lauter Musik und heiterem Mitsingen bog Arjun schließlich auf eine kleine, kaum erkennbare Seitenstraße ein. Wenige Minuten später hielt er an einem kleinem Teich. Ringsum waren Bäume. Einige größere Steinbrocken lagen auf einer Seite übereinander und wirkte wie eine kleine Klippe.

    Es war ein wunderschöner, ruhiger Ort. Weit und Breit war nichts und niemand zu sehen. Einige Vögel sangen in den Bäumen und die warmen Sonnenstrahlen spiegelten sich auf der Wasseroberfläche wider.
    Arjun hatte bereits die Decke am Boden ausgebreitet und den Picknickkorb darauf platziert.

    Paro nahm neben ihm Platz und sie genossen ein Mahl aus mehreren unterschiedlichen Sandwiches, frischen Obst und Limonade. Nach dem Essen beschlossen die beiden eine Runde um den Teich zu spazieren. Übermütig griff Arjun Paro an der Hand und zog sie mit sich ins Wasser. “Nein! Was machst du da? Jetzt bin ich ganz nass!”

    Sie sah Arjun strafend an. Dieser aber lachte nur. “Na ich doch auch!” Mit einem bösen Blick stieß Paro mit all ihrer Kraft gegen Arjun, so das dieser rücklings ins Wasser fiel. Vor lauter Lachen bemerkte sie nicht wie der soeben ziemlich Überraschte sich langsam anschlich, sie wieder bei der Hand erwischte und zu sich unter Wasser zog.

    Dieses Mal lag es an Arjun lauthals zu lachen.
    Seit Ewigkeiten hatte keiner der beiden sich mehr so locker und frei gefühlt. Was auch immer da zwischen ihnen beiden passiert sein mag, es konnte nur etwas Gutes sein. Arjun war im normalen Zustand zwar auch immer wieder zu Späßen aufgelegt.

    Paro dagegen war eigentlich immer sehr ruhig. Wenn ihr noch vor wenigen Tagen jemand prophezeit hätte, sie würde mit einem ihr eigentlich fremden Mann wie eine achtjährige im Wasser springen und vor Vergnügen quietschen, hätte sie ihn ohne auch nur kurz zu überlegen für verrückt gehalten. Und jeder der sie kannte ebenfalls. So etwas war für die wohlerzogenen Paro undenkbar.

    Erschöpft lies sich Paro im seichten Wasser fallen um sich ein wenig auszuruhen. Arjun tat es ihr gleich. Er schloss glücklich seine Augen. Er hatte keine Ahnung wann er sich das letzte Mal so gut gefühlt hatte. Um ganz ehrlich zu sein glaubte er nicht dass er jemals auch nur annähernd so zufrieden mit sich und seinem Leben war.

    Dieses Mädchen, welches er erst gestern kennen lernte, hatte sein gesamtes Gefühlsleben in ein riesiges Chaos verwandelt. Die ganze gestrige Nacht konnte er kaum schlafen. Sobald er seine Augen schloss sah er Paros Gesicht, ihre leuchtenden Augen und ihr mehr als nur süßes Lächeln. Allein durch dieses Bild wurde er andauernd regelrecht nervös.

    Als er dann am Empfang auf sie gewartet hatte und Paro fünf nach zwölf immer noch nicht dort war, fing er regelrecht zu schwitzen an. Was wenn sie nicht kam? Vielleicht interessierte sie sich gar nicht für ihn. Vielleicht war der gestrige Abend ja nur für ihn schön? Was wenn er sie niemals wieder sehen würde?

    Er geriet beinahe in Panik und als seine Verabredung schließlich keuchend bei der Türe hereinkam fiel ihm ein großer Stein vom Herzen.
    Paro! Wieder lächelte sie ihm in seiner Fantasie zu. Blitzartig öffnete Arjun seine Augen. Schluss mit diesen Vorstellungen! Sie war schließlich hier! Hier bei ihm und jetzt wollte er sie sehen.

    #27556

    Devy
    Mitglied

    Teil 5
    Glück

    Er richtete sich ganz behutsam auf und drehte sich ihr entgegen. Paro lag da, ihre Beine leicht angewinkelt, ihren Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken gelegt und träumte lächelnd vor sich hin. Arjun beugte sich über sie und stemmte eine Hand links und die andere rechts neben ihrem Oberkörper auf, wohl bedacht sie keinesfalls zu berühren und dadurch aus ihren Gedanken zu reißen oder gar zu erschrecken. Das war das Letzte was Arjun in diesen Augenblick wollte.

    Er lag ruhig über ihr ohne sie auch nur ansatzweise zu berühren. Und er sah sie an. Und das ganz genau! Er musterte jede Einzelheit an ihr.
    Ihre geschlossenen Augenlieder, die sie kunstvoll mit tiefschwarzem Kajal verziert hatte und unter denen sich ihre grün schimmernden Augen verbargen. Ihre schmalen, perfekt geschwungenen Augenbrauen. Ihre kleine, rundlich jedoch auch spitze Nase. Ihre vollen, hellrosa farbenen Lippen die verführerisch glänzten. Sein Blick glitt weiter über ihren zarten Hals, über ihr mit Wassertropfen bedecktes Dekoltee bis hin zu ihren wohlgeformten Brüsten.

    So, jetzt war es endgültig so weit. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Jetzt, in diesem Augenblick wusste er es. Er hatte sich nicht nur in Paro verliebt. Nein, er begehrte sie mit seinem ganzen Herzen. Er wollte sie. Ganz. Sie berühren, umarmen, an sich drücken. Und das nicht nur für diesen Augenblick. Der Drang über ihr Gesicht zu streicheln wurde langsam übermächtig. Die Vorstellung mit seinen Lippen ihre nackte Haut zu berühren machte ihn fast wahnsinnig. Hatte er jemals etwas so sehr gewollt?

    Er konnte nicht mehr anders. Langsam näherte er sein Gesicht dem ihren und berühre ihr Kinn ganz sanft, kaum spürbar mit seinen Lippen. Behutsam küsste er sie erneut, dieses Mal auf ihren Hals. Vorsichtig beobachtete er sie zwischen den Küssen. Wie würde die junge Frau wohl reagieren? Arjun wollte sie nicht verschrecken, aber sein Verlangen nach ihr war einfach übermächtig geworden.

    Als Paro plötzlich Arjuns Atem an ihrem Gesicht spürte, und dann auch noch seine warmen Lippen, hielt sie ihren Atem an. Was sollte das? Was machte er da mit ihr? Sie versteifte sich. Was sollte sie jetzt machen? Und wieder spürte sie seine Lippen, dieses Mal an ihrem Hals. Paros Herz schlug wie wild. Es war so schön wie er sie berührte. Hoffentlich würde er niemals damit aufhören!

    Nachdem Paro auch bei seiner zweiten Berührung nicht reagierte stockte Arjun. Was, wen es ihr nicht gefiel? Wenn sie es gar nicht wollte? Schlagartig richtete er sich auf und setzte sich mit einigem Abstand zu Paro auf den Boden, seine Augen jedoch durchgehend auf sie gerichtet.
    Als diese spürte, wie Arjun von ihr abließ öffnete Paro ihre Augen und nachdem sie registrierte, dass er plötzlich neben ihr saß, richtete auch sie sich auf.

    Einen kurzen Augenblick trafen sich ihre Blicke, dann rutschte Paro ganz nah an Arjun heran und streichelte über sein Gesicht und seiner nassen Brust, ehe sie diese mit ihren Lippen leicht küsste. Erleichtert schloss er die Augen.
    Es verging noch eine ganze Weile welche die beide nicht von einander lassen konnten. Es war, als wäre die Zeit stillgestanden. Nein, niemals wollten sie einander verlieren, auch nur einen einzigen Moment ohne einander sein.

    #27557

    Devy
    Mitglied

    Teil 6
    Alles ist vorbei

    Erst spät am Abend als es schon dunkel war, fuhren sie zurück in die Stadt und ins Hotel. Nachdem Arjun Paro an ihrer Zimmertür gebracht und mit einem sanften Kuss verabschiedete, ging er selbst in sein eigenes Zimmer. Lächelnd warf er sich aufs Bett. Es war wunderschön. Niemals hatte er gedacht die Liebe seines Lebens zu finden. Hier in der Stadt, weit weg von seinem Zuhause. Ein Mädchen von dem er fast gar nichts wusste.

    Erst jetzt wurde ihm klar, dass er tatsächlich keine Ahnung hatte wer seine Geliebte eigentlich war. Er kannte nicht einmal ihren Nachnamen, geschweige denn, wusste er woher sie kam oder etwas über ihre Familie. Die beiden hatten soviel miteinander geredet, doch zu solchen eigentlich sehr wichtigen Gesprächsthemen war keiner von ihnen gekommen. Macht nichts. Morgen würden sie das nachholen. Schwungvoll stand er wieder auf und ging pfeifend ins Badezimmer um zu duschen.

    Auch Paro lag überglücklich auf ihren Bett. Arjun! Ja sie war bis über beide Ohren verliebt. Am liebsten würde sie es laut in die Welt hinausschreien. Sie konnte es kaum noch abwarten, bis es endlich Morgen war und Arjun wieder bei ihr. Plötzlich klingelte ihr Telefon. Mit einem Lächeln hob sie ab. “Mutter!” Voller Freude wollte sie ihr gleich von Arjun erzählen, doch ihre Mutter am anderen Ende der Leitung weinte. Paros Gesicht verdunkelte sich.

    Was war passiert? Unter lautem Geheule erzählte ihre Mutter ihr, dass ihr Vater im Krankenhaus lag und es sehr schlecht um ihn stand. Die Ärzte meinten, wenn er die Nacht überstehen würde, wäre das ein Wunder. Als ihre Mutter sie zur sofortigen Rückkehr bat willigte Paro ohne zu zögern ein. Kaum aufgelegt packte sie im Eiltempo die Sachen zusammen und verließ das Zimmer.
    Allerdings dachte sie jede einzelne Sekunde nur an Arjun.

    Wie sollte sie sich von ihm verabschieden? Sie kannte seine Zimmernummer nicht. Sie kannte nicht einmal seinen Nachnahmen, sodass sie ihn am Empfang anrufen konnte.
    Vor der Tür kam bereits das bestellte Taxi, welches Paro zum Flughafen bringen
    sollte, stehen. Voller Panik Arjun zu verlassen griff sie nach einem Zettel und schrieb ihren vollen Namen, ihre Telefonnummer sowie ihre Adresse auf.

    Mit der Bitte, diese Nachricht an einen jungen Mann namens Arjun zugeben übergab sie den Zettel einer Angestellten. “ Es ist sehr wichtig! Ich kann mich leider nicht persönlich verabschieden. Ich bitte sie. Er muss die Nachricht bekommen!“
    Nach einer kurzen Personenbeschreibung und der nochmaligen Bemerkung wie wichtig dies sei, drehte sich Paro um und verließ das Hotel und somit auch Arjun. Die Angestellte legte den Zettel neben ihren Computer auf den Schreibtisch.

    Am nächsten Morgen klopfte Arjun vergeblich an Paros Tür. Voller Sorge ging er zum Empfangsschalter. “Entschuldigen sie bitte, ich hätte eine wichtige Frage an sie.” Ein junger Mann sah zu ihm auf. “Die junge Dame auf 302. Sie wissen nicht zufällig wo sie sich aufhält?” Der Angestellte sah in seinem Computer nach. 302. War da nicht etwas Wichtiges mit dieser Zimmernummer? Hatte seine Kollegin nicht irgendetwas über diese Zimmer zu ihm gesagt? Keine Ahnung. Es fiel ihm einfach nicht mehr ein.

    “Tut mir leid, mein Herr. Die Dame hat noch gestern Abend ausgecheckt.” Voller Entsetzten bedankte sich Arjun für die Auskunft und ging zurück auf sein Zimmer. Was war gesehen? Warum hatte sie ihn verlassen?
    Mit Tränen in den Augen rief er den Flughafen an. Er buchte einen Rückflug nachhause, noch am heutigen Tag. Er wollte nicht mehr hier bleiben. Nicht ohne Paro. Da diese ohne ein Sterbenswörtchen abgehauen war, gab es nichts mehr was er hier tun wollte.

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Der Artikel Fanfiction – "Wem das Herz gehört" wurde zuletzt aktualisiert am 8. März 2009 von Devy

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