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Dieses Thema enthält 0 Antworten, hat 1 Stimme, und wurde zuletzt vor vor 11 Jahre, 2 Monaten von  Lovableelli aktualisiert.

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    Lovableelli
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    Wenn man in Ellora im Bundesstaat Maharashtra an einer nach Westen gerichteten Felswand entlanggeht, kann man insgesammt 34 Höhlen besichtigen. Keine gewöhnlichen Höhlen, wohlgemerkt, denn Handwerker arbeiteten fünf Jahrhunderte daran, für Hinduisten, Buddhisten und Jains, den Angehörigen der indischen Religion des Dschainismus, kunstvolle Tempel, Klöster und Versammlungshallen aus dem gewachsenen Felsen zu schlagen. So sind die außergewöhnlichsten Schöpfungen südindischer Architektur entstanden.

    Der Kailasa Tempel
    Im Kailasa Tempel spiegelt sich die mystische Geisteshaltung der indischen Religion wider. Sein Plan basier auf der sakralen geometrie des Mandala – das konzentrische Gefüge als grundlegende Struktur des Universums. Der Mensch erzeugte nur das Unwesentliche, den leeren Raum. Der Tempel selbst war schon immer im gewachsenen Felsen verborgen anwesend. Er musste nur aus ihm gleichsam befreit werden. Von Anbeginn der Welt hatte Shiva in diesem Felsen seinen Wohnsitz. Nun ist er auch für die Augen des Volkes sichtbar geworden.

    Tempel für drei Religionen
    Die reinen Hindu Tempel sind anders angelegt. Sie wurden von oben nach unten gearbeitet und mussten weitgehend geplant werden, zumal Generationen vonnöten waren, um ihre komplizierte Architektur zu vollenden. Bisweilen wurden ursprünglich buddhistische Klöster zu hinduistischen Shiva-Heiligtümern umgestaltet, in dem Buddhas zu Hindugöttern gemacht wurden.
    Die Tempel der Glaubensgemeinschaft der Jains machen die strikte Askese dieser Religion deutlich. Sie sind nicht so überbordend mit Figuren und Ornamenten geschmückt wie die buddhistischen und hinduistischen, weisen aber außerordentlich detaillierte Arbeiten auf, und sind nicht von so großer Dimension wie diese.

    Göttliche Architektur
    Die älesten Hölentempel von Ellora wurden im 5ten Jahrhundert von den Buddhisten geschaffen. Die meisten dieser Höhlen sind Aufenthaltsräume für Mönche (Viharas). In den Felsentempeln betritt man geräumige Hallen mit über sechs Meter hohen Buddha Statuen. Zurecht werden diese einmaligen Bauwerke Vishvakarma-Höhlen genannt, denn Vishvakarma ist im Hinduismus die personifizierte Schöpferkraft, der göttliche Architekt. Nur ein solcher konnte diese wunderbaren Konstruktionen ersinnen.

    Symbolik der Höhle
    Von alters her galt die Höhle als Ort der Initiation und der Mysterien. In archaischer Zeit wurde der Initiand in die heilige Höhle geleitet, um in die religiösen Geheimnisse eingweiht zu werden.
    In der Höhle fanden, da sie das Symbol des Schoßes der großen Mutter Natur war, Riten um den Tod und die Wiedergeburt statt.Die Dunkelheit der Höhle beförderte Versenkung und Konzentration auf das Innerste des Selbst. In diesem Innersten manifestiert sich die Gottheit. Aus der Höhle entwickelte sich das Allerheiligste, das Zentrum des Tempels, das man in Indien Garbha-Griha (>>Schoß-Raum< <) nennt. Hier befindet sich das Bild der Gottheit. Nicht nur in den Tempeln, die in die Felsen gehauen wurden, sondern grundsätzlich blieb in Indien der Raum mit dem Allerheiligsten oft eine schmucklose dunkle Kammer. Mystische Aura
    In einer buddhistischen Versammlungshalle für Meditationen in Ellora wurde die Decke so gestaltet, als ob Holzbalken eingezogen seien. Durch die Dunkelheit entsteht eine mystische Aura. Der Lichtstrahl vom Eingang beleuchtet immer nur Ausschnitte des Inneren. Wenn sich das Auge an das Halbdunkel gewöhnt hat, erscheinen schemenhafte Gestalten an den Wänden. Geheimnisvoll ziehen die Stationen von Buddhas Leben am Betrachter vorbei.

    weitere Info´s:
    http://www.discovery.de/paranormal/schauplaetze/kailasa/index.shtml
    http://www.indienerlebnis.de/f02/a1211.html

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Der Artikel Die indischen Felsentempel wurde zuletzt aktualisiert am 7. Oktober 2006 von Lovableelli

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