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Dieses Thema enthält 0 Antworten, hat 1 Stimme, und wurde zuletzt vor vor 11 Jahre, 3 Monaten von  rinaldo aktualisiert.

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    rinaldo
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    Seit fünfzehn Jahren lebt der 34-jährige Inder Satish Gandhi bereits in Wien. Er kam alleine und gründete hier eine Familie. Drei Jahre lang betreibt er seine Videothek in der Wiener Herbststraße, nun hat er sein Geschäft im März mit einer Modeabteilung erweitert: Sowohl Schmuck, Saris, traditionelle indische Kleidung als auch Schuhe, Taschen und Tücher in vielfältigsten Farben werden verkauft.


    Satish Gandhi betreibt eine Bollywood-Videothek

    CHiLLi: Wie würden Sie Bollywood jemandem beschreiben, der noch nie einen indischen Film gesehen hat?
    Satish Gandhi: Bollywood-Filme sind Familienfilme: Meistens sitzt die ganze Familie zusammen. Es gibt traurige Filme, Actionfilme und auch viele lustige Filme. Meistens werden alle dramaturgischen Elemente gemischt. Was in den Hindi-Filmen geschieht, kann auch im wahren Leben passieren.

    CHiLLi: Werden Filme mit bekannten Schauspielern wie Shah Rukh Khan und Amitabh Bachchan bevorzugt gekauft?
    Satish Gandhi: Die meisten kaufen Filme mit Shah Rukh Khan, er ist die unbestrittene Nummer Eins, dann folgt Amitabh Bachchan. Aber die Leute wollen schon auch andere Darsteller sehen. Die weiblichen Darstellerinnen wie Kareena Kapoor und Kajol sind zwar auch gefragt, aber Shah Rukh Khan Filme sind besser.

    CHiLLi: Finden Sie, dass Bollywood von der westlichen Kultur beeinflusst wird? Zum Beispiel sind die Röcke der Inderinnen mittlerweile recht kurz …
    Satish Gandhi: Ja, jetzt vermehrt, früher war es nicht so. In Indien sehen mittlerweile viele Menschen Hollywood-Filme und MTV, deshalb haben sich die Filme verändert. Jede Inderin möchte einen Minirock oder Bikini tragen. In den neuen Filmen ist etwas nackte Haut zur Normalität geworden. Zum Beispiel beginnt der Film „Salam Namaste“ mit einem Lied, bei dem die Darstellerin einen Bikini trägt. Aber die Bikini-Szenen werden meist im Ausland gedreht: in Europa, Amerika oder Malaysien. Der Hintergrund der Tanzeinlagen kommt meistens aus Europa, jeder Film hat mindestens sechs Lieder.

    Die indischen Filme werden immer mehr mit dem Ausland verknüpft, weil die Leute neugierig sind. Arme Leute können nicht ins Ausland verreisen, deshalb bewundern sie gerne das schöne Amerika oder die wunderschöne Stadt Paris.

    CHiLLi: Warum sind Küsse und Sexszenen in Bollywood-Filmen verpönt?
    Satish Gandhi: Weil man in Indien so etwas nicht auf der Strasse sieht. Beim Lieben verstecken sich alle: Im Garten oder hinter einem Baum. Nur wenn man sich unbeobachtet fühlt, spricht man über Liebe. Wenn nun doch Kussszenen oder nackte Haut in Filmen erscheinen, halten die Eltern ihren Kindern die Augen zu. Die erfolgreichen Filme achten sehr auf die moralische indische Kultur.

    CHiLLi: Kaufen die österreichischen Kunden die Hindi-Filme in deutscher oder englischer Sprache?
    Satish Gandhi: Nein, ungefähr neunzig Prozent der österreichischen Kunden wollen Hindi-Filme in Originalsprache mit englischen Untertiteln. Sie wollen die Originalstimme von Shah Rukh Khan hören.

    CHiLLi: Wie feiern Sie Divali, das indische Neujahrsfest? Besuchen Sie die Veranstaltung von Richard Lugner in der Lugnercity im November?
    Satish Gandhi: Die Lugnercity nutzt den Bekanntheitswert des Namen Divali. Mit dem richtigen Divali hat es nichts zu tun, niemals würde in Indien so Divali feiern. Dort feiert man Zuhause oder im Tempel. Zuerst wird zu Lakshmi oder Ganesha gebetet, dann werden Lieder gesungen und ein Feuerwerk wird abgefeuert.

    Quelle: http://www.chilli.cc

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Der Artikel Beim Lieben verstecken sich alle – über Bollywood und indische Moral wurde zuletzt aktualisiert am 19. August 2006 von rinaldo

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