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Bolly-Log
#18059

rinaldo
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UPDATE:

Hier noch das Orginalvideo.

http://www.youtube.com/watch?v=kdnaHHns3c0

Richard Geres fatale Küsse

Der Missetäter ist längst in Nepals Hauptstadt Kathmandu angekommen, um für die Sache tibetischer Flüchtlinge zu werben. Aber in Indien, der vorletzten Station des Hollywood-Stars Richard Gere, haben sich die Gemüter immer noch nicht beruhigt. Der Grund: Der Schauspieler hatte während einer Aids-Aufklärungskampagne im Überschwang guter Laune die indische Schauspielerin Shilpa Shetty in den Arm genommen und herzhaft auf die Wange geküsst – sehr zum Ärger radikalhinduistischer Moralapostel, die nun den öffentlichen Anstand und Sitte gefährdet sehen.

In Varanasi, der heiligen Stadt am Ganges, demonstrierten prompt Sadhus (Priester), lokale Politiker und von ihnen bezahlte Anhänger und verbrannten Pappfiguren von Gere. Für die Mehrheit indischer Frauen dürfte ein harmloser Kuss durch Frauenheld Richard Gere sicher wie überall in der Welt zu den Träumen gehören, die man hegt, aber nicht öffentlich eingesteht.

Gere suchte sich für das Bützchen auf der indischen Wange nun ausgerechnet ein Filmsternchen aus, das erst kürzlich ohne wenig eigenes Zutun zu Ruhm gelangt war. Shilpa Shetty ging als Siegerin aus einem „Big Brother-Wettbewerb“ in Großbritannien hervor – vor allem, weil eine britische Kollegin sie während der wochenlangen Sendereihe mit einer ganzen Serie von rassistischen Schimpfworten beleidigt hatte.

Anwälte klagen vor Gericht

Während Richard Gere sich in Nepal nun um das Schicksal tibetischer Flüchtlinge kümmert, ist die an Kontroversen gewohnte Shilpa Shetty damit beschäftigt, die rabiaten Hinduisten in ihrer Heimat zu beruhigen. „Ich habe ihn doch nicht geküsst“, lautete ihre Antwort auf Vorwürfe und verweist auf Bilder, auf denen deutlich zu sehen ist, dass die Initiative von dem praktizierenden Buddhisten Gere ausging. Dessen ungeachtet haben drei Rechtsanwälte mittlerweile Klage eingereicht. Bis zum 25. April muss ein Fernsehsender, der das fröhliche Treiben übertrug, einem Gericht die Aufzeichnung vorlegen.

Über der Aufregung wird mittlerweile selbst der eigentliche Anlass der Veranstaltung vergessen. Mit rund 5,7 Millionen HIV-erkrankten Bürgern liegt Indien in absoluten Zahlen nicht nur weltweit einsam an der Spitze. Zehn Prozent aller Aids-Patienten auf dem Globus stammen aus dem Subkontinent. Die Aufklärungsveranstaltung galt Fernfahrern, einer besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe.

Aber der Subkontinent geht gegenwärtig durch eine neue Phase öffentlicher Prüderie. Drei Bundesstaaten schafften während der vergangenen Monate den Sexualunterricht an Schulen ab, darunter auch Maharaschtra, zu dem die internationale Film- und Finanzmetropole Bombay gehört. Außerdem ist immer noch eine Regel in Kraft, laut der bei den Bollywood-Filmen keine Küsse gezeigt werden dürfen – ungeachtet der hauchdünnen, oft klatschnassen Saris, in denen Schauspielerinnen häufig mehr zeigen als sie verhüllen.

Quelle: sz-online.de

Der Artikel Reply To: Indische Hindus protestieren heftig gegen Richard Gere wurde zuletzt aktualisiert am 20. April 2007 von rinaldo