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#24402

comodore
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Hindu kann man in der Regel nicht als einzelner werden, etwa durch Konversion, sondern eher durch einen sozialen Gruppenprozess. Hindu ist man also vor allem durch Geburt, nicht durch Bekenntniss; man kann alles Glauben und sich dennoch als Hindu bezeichnen. Auch bei einer christlichen oder muslimischen Frau, die einen Hindu Heiratet, sind nur mit Hilfe des identifikatorischen Habitus Umgehungen dieser Regel möglich.

…das heisst, es reicht nicht, die Traditionen und Riten des Hinduismus zu bevolgen. Vielmehr ist es erforderlich in einer indischen Gemeinschafft als solche akzeptiert zu werden. Selbst wenn dies geschehen mag, heisst das noch nicht, dass man nun dem Hinduismus angehört.

ABER: (Hinduismus ist eine vielfältige Religion mit vielen Zweigen)

Welt-Hindu-Konferenz, (Februar 1979 in Allahabad,keine einheitliche Definition der Gemeinsamkeiten) wurde ein Sechs-Punkte-Kodex für alle Hindus entwickelt:

Wer Gebete spricht, die Bhagavadgita liest, eine persönliche Wunschgottheit verehrt, die heilige Silbe „om“ verwendet und den „Tulasi- bzw „Tulsi-Strauch“ (Basilikum) anpflanzt, der darf sich „Hindu“ nennen.

Doch ist dies eine oberflächliche und wegen des Tulsi-Strauchs zudem visnuitisch gefärbte Definition.

Hindu dürfen sich diejenigen nennen, die dem Hinduismus zugehören.

Quelle:“Der Hinduismus – Geschichte und Gegenwart“ von Axel Michaels, Professor an der Universität Heidelberg für Klassische Indologie

Der Artikel Reply To: Frage zum Hinduismus! wurde zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2008 von comodore